
Vier Monate bevor ich für meinen Freiwilligendienst nach Israel aufbrach, machte ich mich allein mit dem Fahrrad auf den Weg Richtung Süden. Was ursprünglich als Reise bis nach Venedig geplant war, wurde unterwegs immer größer: Aus einigen hundert Kilometern wurden über 4000, aus einem spontanen Abenteuer eine prägende Erfahrung voller Begegnungen, körperlicher Grenzerfahrungen, Improvisation und überraschender Gastfreundschaft. Zwischen Alpenpässen, Gewittern, glühender Hitze, langen Landstraßen und völlig fremden Menschen entstand Stück für Stück das Gefühl, dass Reisen weit mehr bedeutet als nur Fortbewegung. Die folgenden Texte erzählen von dieser ersten großen Soloreise — von Euphorie und Erschöpfung, von Vertrauen, Freiheit und der Erkenntnis, dass viele der schönsten Geschichten erst dann entstehen, wenn man einfach losfährt
Etappen einer Reise

Aufbruch Richtung Süden
Der erste große Traum beginnt mit Gewittern, Gegenwind und der Frage, ob man wirklich einfach losfahren kann.

Pässe, Begegnungen und Grenzen
Zwischen Alpenpässen und Campingplätzen entstehen Gespräche, die lange nachwirken.

Rom will erobert werden
Hitze, Erschöpfung und die euphorische Erkenntnis, wirklich angekommen zu sein.

Rückweg im Regen
Irgendwann geht es nicht mehr nur um Kilometer, sondern darum, was unterwegs aus einem selbst geworden ist.
